Traditionelle Geschmäcke im Gasthaus Sidro

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Eines von Izolas Gasthäusern mit der längsten Tradition begeistert seine Gäste schon fast ein halbes Jahrhundert lang. Vor kurzem hat die Führung des Lokals schon in dritter Generation ein Mitglied der Familie Godina übernommen. Der neue Chef Kristjan ist schon von klein auf in die Gastronomie eingespannt, er hat nämlich seine Sommermonate im Gasthaus der Familie verbracht. Gastronomie und Tourismus sind einfach seine absolute Leidenschaft. Raten Sie mal, was er studiert hat! 

Das Gasthaus Sidro ist eines der Gasthäuser mit der längsten Tradition in Izola. Wie lange dürfen wir Izolaner schon stolz auf Sie sein?

Das Gasthaus ist schon seit 1980 in Betrieb, also insgesamt 43 Jahre. Mit Gastronomie hat schon mein Nono angefangen, sich zu beschäftigen; da befanden wir uns noch am Manzioliplatz (Manziolijev trg), in den Räumen des heutigen Gasthauses Bujol. Später dann hat die Führung mein Vater übernommen und in den 90ern sind wir zur Promenade Sončno nabrežje übersiedelt. Mit dieser Lage sind wir höchst zufrieden.

Hat sich in all den Jahren im Gasthaus etwas geändert?

Wir sind traditionstreu geblieben, so dass sich nicht wirklich viel geändert hat. Die Ideen für Rezepte schöpfen wir aus der Vergangenheit, wir verwenden lokale, frische Zutaten, wir haben auch unsere Stammklientel. Man könnte sagen, dass wir auf eine gewisse Art den vergangenen Geist der alten Zeiten pflegen, womit wir sehr zufrieden sind und vielleicht sogar stolz darauf.

Das Sidro wird jetzt schon von der nächsten, also dritten Generation übernommen. Kann man die Unterschiede zwischen den Generationen spüren? Wie ist es, mit den Familienmitgliedern zu arbeiten? Kommt es manchmal zum Streit?

Eigentlich ist das für uns etwas ganz Natürliches, ich führe die Geschichte meines Vaters weiter. Wir verstehen uns sehr gut und streiten nie. Wir sind ein wirklich gut eingespieltes Team. Vielleicht liegt es daran, dass wir alle eher ruhig sind (lacht).

Kann man unter der neuen Führung irgendwelche Neuerungen erwarten?

Wir planen keine größeren Änderungen, jedoch werden wir sicher mit einem neuen Gericht überraschen. Wir folgen weiter unserer Tradition, die sowohl uns als auch unseren Gästen gefällt und schmeckt. Das Gasthaus Sidro ist vorwiegend für seine Meereskulinarik und seine traditionellen Rezepte bekannt. Sagen wir: für solche Gerichte, die wir schon als Kinder gewohnt waren, zu essen. 

Du hast erwähnt, dass die Zutaten nur lokal besorgt werden. Von wo also, aus Izola oder auch aus der etwas weiteren Umgebung?

Die Zutaten besorgen wir vorwiegend aus dem slowenischen Istrien, ja. Lokal vor allem von unseren Fischern, zu denen mein Vater all die Jahre sehr gute Beziehungen aufgebaut hat. Er ist noch immer die Hauptperson, wenn es um Anschaffung geht, denn er kennt echt sehr viele Menschen.

Was ist das typischste Gericht im Gasthaus Sidro?

Hmm, ich könnte schwer nur eines auswählen, aber am herausragendsten ist sicher unsere Crostata, die nach dem Rezept unserer Nona Danica gemacht wird.

Sie nehmen auch an den Tagen der heimischen Miesmuscheln und auch sonst an allen anderen Tagen der Kulinarik teil. Was ist so besonderes an Miesmuscheln? Warum sind sie so gut?

Miesmuscheln sind lokale Muscheln, wir bekommen sie von lokalen Fischern aus lokalen Muschelbänken. Miesmuscheln sind unsere typische Zutat, die wir auf verschiedene Arten zubereiten, z. B. auf Buzzara-Art mit Weiß- oder Rotwein, gegrillt oder sogar mit Pasta. Die Muscheln sind auch reich an Mineralstoffen, Omega-3-Fettsäuren, Folat und Vitaminen.

Das Gasthaus Sidro hat für die Tage der heimischen Miesmuscheln sogar ein Rezept vorbereitet - "Miesmuscheln auf Buzzara-Art". Sie finden es unter unseren Rezepten.  

Zu Meeresgerichten passt auch ein Glas guten Weins. Wie sieht es mit dem Weinangebot aus? Ist dieses ebenso lokal?

Wir haben kein umfangreiches Weinsortiment in unserem Angebot, sondern fokussieren uns auf ein kleineres, aber lokales Angebot. Wir arbeiten mit Winzern aus der Umgebung zusammen. Wir sind mit ihnen ständig in Kontakt, also haben wir schon einige Beziehungen aufgebaut, was für uns von großer Bedeutung ist. Wir arbeiten regelmäßig mit z. B. Steras, Zaro, Gordia usw. zusammen.

Womit lockt ihr neue Gäste an, welche Taktiken verwendet ihr?

Ich möchte betonen, dass wir viele Stammgäste haben, so dass wir uns an erster Stelle bemühen, diese zu behalten. Es kommen aber tatsächlich jedes Jahr immer etliche neue. Ich denke, dass für uns am wichtigsten die Mundpropaganda ist. Wir sind auch in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram präsent, die wir regelmäßig aktualisieren.

Was seht ihr als euer Unterscheidungsmerkmal, euren Vorteil im Vergleich mit anderen Lokalen in der Nähe? Für die natürlich, die bemerken, dass sie im richtigen Lokal sind (lacht).

Unser Vorteil ist sicher unsere langjährige Tradition, aber auch die Tatsache, dass wir immer frische Zutaten verwenden. Ein Vorteil ist auch unsere Arbeitsart und zwar, dass wir Gerichte nach den alten Vorgehensweisen und Rezepten zubereiten. Auf diese Art und Weise erhalten wir auf unseren Tellern authentische Geschmäcke.

Was würdest du sagen, dass in all den Jahren der größte Erfolg des Gasthauses Sidro war?

Bestimmt, dass wir ein Stammteam haben – sowohl in der Bedienung als auch in der Küche. Und auch, dass wir uns in all den Jahren nicht wesentlich verändert haben. Das zählen wir zum Erfolg. 

Wer ist euer typischer Gast? Sagen wir, dass wir dabei an einen Stammgast denken, der immer wieder gerne zu euch zurückkehrt.

Ich könnte schwer nur ein Profil beschreiben, da unsere Gäste wirklich sehr unterschiedlich sind. Ich könnte sagen, dass sie von 20 bis 80 Jahre alt sind. Viele von unseren Stammgästen haben in unmittelbarer Nähe zu Izola ein Wochenendhaus oder ein Boot in der Marina von Izola. Wir haben sowohl in- als auch ausländische Gäste. In den letzten Jahren gibt es zwar etwas weniger Italiener, trotzdem haben wir eine Stammgesellschaft, die uns regelmäßig besucht. Auch die Heimischen suchen uns gerne auf. Bei uns fühlen sie sich wohl. Außer der Kulinarik loben sie auch unsere Freundlichkeit und Gastfreundschaft.

"Für uns ist es das größte Lob, dass die Gäste zu uns zurückkehren und uns erzählen, dass die Qualität bei uns nach so vielen Jahren noch immer auf einem so hohen Niveau wie am Anfang unserer Geschichte ist."

Wie sieht deine Vision für die Zukunft aus? Was ist dein größter Wunsch?

Meine Vision ist, dass wir das Qualitätsniveau unseres Angebots halten und noch weiter unsere Stammgäste wie auch neue Gäste erfreuen können. Und wie schaffen wir das? So, dass wir fleißig und freundlich bleiben und dass uns der Wunsch, gut zu arbeiten, weiter anspornt.

Wie erlebt ihr sonst die Entwicklung des Tourismus in Izola? Meint ihr, dass Izola heutzutage eine sichtbare kulinarische Destination ist?

Ja, dem stimme ich zu. Izola ist schon jetzt eine sichtbare kulinarische Destination. Wir haben ein echt qualitatives und vor allem vielfältiges Angebot an Gasthäusern und Restaurants. Jedes Lokal ist etwas Besonderes und präsentiert seine eigene Geschichte. Die kulinarischen Tage sind eine super Gelegenheit, sich zusätzlich zu bewerben, deswegen nehmen wir an allen fünf teil. Wir sind überzeugt, dass durch die kürzere Dauer der einzelnen thematischen Tage der Effekt noch größer sein wird.

 

Sehen Sie nach, welche kulinarischen Tage dieses Jahr in Izola stattfinden werden.

Auch sonst würde ich sagen, dass sich Tourismus in Izola entwickelt, Menschen aus allen Ländern anlockt und unter den Gästen eine immer beliebtere Destination wird. Wir hoffen, dass Izola in der Zukunft auch eine Parkgarage bekommt und dass der Stadtkern endlich für den Verkehr gesperrt werden kann. Ebenso wünschen wir uns noch mehr Tagesgäste, die in der Marina anlegen – das sehen wir als eine große Chance. 

Zum Schluss eine etwas spielerische Frage: Wenn deine Freunde von anderswo zu dir kommen, was empfiehlst du ihnen, zu besuchen? Was sind die TOP 3 Sachen, die sie in Izola sehen bzw. erleben müssen?

Zuerst würde ich ihnen einen Spaziergang durch den Altstadtkern empfehlen, damit sie die schönen Gassen Izolas kennenlernen. Das können sie auch durch das Spiel "Das vergessene Geheimnis von Izola" machen, das eine sehr gute Gelegenheit ist, um den Stadtkern zu entdecken ist. Ich würde sie zur višta Belvedere bringen, von der aus man Izola sehr schön von oben sehen kann, und zur Parenzana, dem Weg der ehemaligen Eisenbahn. Auch würde ich vorschlagen, das Hinterland von Izola zu besuchen.

 

Beherzigen Sie Kristjans Ratschlag und lernen Sie vor dem Besuch des Gasthauses Sidro auch die Gassen im Stadtkern über das interessante Erlebnis Das vergessene Geheimnis von Izola kennen.

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