Flüstern aus Izola: junge Stimmen
Über das Meer, Freunde, Handys und das Aufwachsen in einer kleinen Stadt
Kurz vor dem Ende des Schuljahres haben wir in der neuen Folge des Podcasts Flüstern aus Izola unsere Stadt durch die Augen von Jugendlichen betrachtet. Wir Erwachsenen beschreiben Izola oft als ruhige, sichere und genau richtig kleine Stadt am Meer. Aber erleben junge Menschen, die hier aufwachsen, Izola genauso?
Diesmal waren drei junge Menschen aus Izola bei uns zu Gast: Nika Dolinšek Košir, Ana Božeglav und Ian Kaše. Jeder von ihnen kommt aus einer ganz eigenen Welt, und genau deshalb geben sie zusammen einen interessanten, ehrlichen und manchmal auch überraschenden Einblick darin, wie es heute ist, in Izola aufzuwachsen. Im Gespräch erfahren wir nicht nur, was ihnen an Izola gefällt, sondern auch, wer mehr Screen Time hat, was wir Erwachsenen an jungen Menschen noch immer nicht ganz verstehen und wie Izola in zwanzig Jahren aussehen könnte.
Nika Dolinšek Košir: „Izola ist entspannt, sicher und genau richtig groß.“
Bei Nika, Schülerin der Mittelschule Izola, wird schnell klar, dass man sie nicht in eine einzige Schublade stecken kann. Einerseits zieht sie die Kunst an: zeitgenössischer Tanz, Theater und Bücher. Andererseits faszinieren sie Motorräder, die Formel 1, MotoGP und sogar eine militärische Laufbahn, denn sie hat ein Militärstipendium. Im Gespräch haben wir deshalb genau diese spannende Mischung aus Kunst, Disziplin und Adrenalin aufgegriffen, aber auch darüber gesprochen, wie Izola jemand erlebt, der aus einer größeren Stadt hierhergezogen ist. Und ja: Wer bis zum Ende zuhört, erfährt auch, dass noch etwas einen ganz besonderen Platz in ihrer Welt hat – der Kaffee im DeGrassi.
Ana Božeglav: „An Izola gefällt mir am meisten, dass das Meer immer nah ist.“
Ist Ana eher eine ehrgeizige Sportlerin oder doch auch eine rebellische Jugendliche? Die Antwort scheint ziemlich klar zu sein: beides. Sie hat fast alle Sportarten ausprobiert, am Ende aber ihr Herz dem Tischtennis geschenkt, in dem sie heute nationale Meisterin ist. Mit ihr haben wir über alles gesprochen, was ihren Alltag ausmacht: über Training, Freundinnen, Sommerabende, das Leben in der Altstadt und auch darüber, ob sich das Jugendsein heute wirklich so sehr von dem unterscheidet, woran sich Eltern erinnern. Zwischen Meer, Sport und Freundschaften zeigt Ana schnell, dass auch ein sehr voller Tagesablauf wunderbar mit ganz normalen jugendlichen Momenten zusammengehen kann.
Ian Kaše: „Izola ist genau richtig ruhig und genau richtig klein.“
Ians Welt hat wirklich einen guten Soundtrack. Er spielt Gitarre, singt und tritt seit zwei Jahren mit der Band Vroči pedoči auf. Das Besondere an ihnen ist, dass alle vier Bandmitglieder auch singen. Im Gespräch haben wir darüber gesprochen, warum es etwas ganz anderes ist, in einer Band zu spielen als allein, wie sein musikalischer Alltag aussieht und auf welches Konzert er sich dieses Jahr am meisten freut. Da er etwas weiter weg vom Stadtzentrum und von seinen Freunden lebt, schätzt er die Dinge umso mehr, die Izola für ihn besonders machen: Ruhe, die überschaubare Größe, das Meer, Gesellschaft und das Gefühl, dass hier nichts wirklich weit entfernt ist.
Obwohl Nika, Ana und Ian sehr unterschiedlich sind, gibt es doch etwas, das sie verbindet: Das Meer bedeutet ihnen viel, und sie nehmen es nicht als selbstverständlich hin. Wichtig sind ihnen auch das Sicherheitsgefühl, die Möglichkeit, sich zu treffen, und dass Izola klein genug ist, damit vieles buchstäblich in Reichweite liegt.
Die neue Folge von Flüstern aus Izola bringt deshalb nicht nur drei interessante junge Geschichten, sondern auch ein sehr gutes Gefühl dafür, wie die Generation, die hier aufwächst, Izola heute erlebt. Ruhig und sicher? Auf jeden Fall. Langweilig? Ganz sicher nicht.
Wir laden Sie herzlich ein, die neue Folge von Flüstern aus Izola anzuschauen.
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