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17:50
Wenn sich der Tag langsam dem Abend zuneigt, sehne ich mich nach etwas Ruhe. Die finde ich auf dem Spazierweg zwischen Izola und Koper. Hier bin ich nicht nur ein Strand, ich bin eine Geschichte. Ich bin die umgestaltete Straße, die einst die Städte verband, jetzt verbinde ich die Menschen mit dem Meer. Ich bin Izolas längster Gedanke. Radfahrer fahren an mir vorbei, Stand-Up-Paddler spielen mit den Wellen, Läufer trinken an den Trinkbrunnen, Verliebte gehen Hand in Hand … Und dann sagt an einer bestimmten Kurve jemand „wow“. Und ich weiß genau, wo sie stehen. Dort, wo die Sonne das Meer am schönsten berührt. Ich möchte nicht überheblich klingen, aber – weißt du, dass unter meinen Wellen die Rex schläft? Ein Schiff, fast wie die Titanic! Und jeden Abend bin ich es, die es sanft mit Schaum zudeckt.
19:30
In Floramare bin ich sanft, aufmerksam und leise. Hier erinnere ich mich immer wieder daran, wie wichtig Freundlichkeit gegenüber allen Besuchern ist. Vor allem gegenüber denen, die nicht einfach ins Meer laufen können. Hier bin ich gepflegt, zugänglich. Ich bin nicht laut, aber herzlich. Mein Becken ist nicht riesig, aber die Sonne scheint hinein und darin blüht ein Lächeln auf. Ich bin nicht nur für Resortgäste da. Wenn du mich brauchst, öffne ich dir immer meine Türen. Hier bin ich am ruhigsten. Vielleicht sogar am menschlichsten. Weil ich die Einzige bin, die es auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität erlaubt, vom Meer umarmt zu werden, bin ich besonders stolz darauf, diejenigen zu halten, die anderswo oft übersehen werden.