Zaro-Weine, eine Geschichte der Hingabe

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Die Zaro-Weine werden nach jahrhundertealter Tradition von den fleißigen Händen der Familie Zaro hergestellt. Es sind Weine mit Charakter, die auch die Geschmacksknospen der anspruchsvollsten Kenner beeindrucken. Sie sind die Frucht der Reben, die auf den hervorragenden Lagen des Hinterlandes von Izola wachsen, ein Gebiet das bereits in der venezianischen Republik als das fruchtbarste in Izola bekannt war. Die Familie Zaro respektiert die natürlichen Gegebenheiten noch heute und lässt die Tradition des Weinbaus wieder aufleben. Wir haben mit Matej Zaro gesprochen, einem Vertreter der dritten Generation, die ihr Leben dem Weinbau gewidmet hat.

Wie begann die Geschichte von Zaro-Weine?

Fischerei und Weinbau bilden zusammen den roten Faden, der unsere Familie schon seit 1348 verbindet. Alles begann, als mein Opa vor etwa zwanzig oder dreißig Jahren meinem Vater zwei Hektar Land, auf dem sich Refosco und Malvasier Rebesorten befinden, übergeben hat. Er musste auf vieles verzichten, und mit viel Mühe und Arbeit und einer Vision schaffte er es sein Weingut auf heutige zwanzig Hektare zu erweitern. Seit zehn Jahren bin ich in unserem Familienunternehmen aktiv und habe eine Ausbildung in diesem Bereich genossen. Heute ist der Weinbau mein Leben.

„Ich muss sagen, dass ich sehr glücklich bin, dass ich gerade in Izola im Weinbau tätig bin.“

Wie damals, beschäftigen wir uns auch heute mit beiden Branchen. Die Fischerei ist mehr oder weniger unser persönliches Vergnügen. Wir sind noch am Überlegen, ob wir nicht Verkostungen auf See anbieten sollen (von wo wir unsere Weinberge aus Ferne bewundern können), um unseren Besuchern zu zeigen, wie die Fischerei früher war. Allerdings ist und bleibt der Weinbau heute definitiv unsere erste und wichtigste Branche.

Welche Vorteile bietet Izola den Winzer im Vergleich zu anderen Orten?

Ich sehe einen großen Vorteil darin, dass Izola an der Küste liegt und ein angenehmes mediterranen Klima zu bieten hat. Ich möchte auch die positive Energie der Einheimischen hervorheben, die sich schnell auch auf die Besucher und Weinliebhaber gleichermaßen verbreitet. Die größten Vorteile sind selbstverständlich die natürlichen Gegebenheiten, und zwar unsere zwanzig Hektar großen Weinberge, die sich über die Terrassen des Hinterlandes von Izola, genannt Pivol, erstrecken und nur 1 km vom Meer entfernt sind. Die Grundlage unserer Tätigkeit ist der ökologische Weinbau, wobei dieser spezielle Mikrostandort einen unglaublichen Einfluss auf die Qualität unseres Endprodukts hat.

Obwohl Ihnen Ihre Karriere in die Wiege gelegt wurde, möchten wir gerne wissen, warum Sie sich für den Weinbau entschieden haben?

Ich hätte mich auch problemlos für etwas anderes entscheiden können. Eigentlich war mir meine Karriere nicht wirklich in die Wiege gelegt. Als Teenager konnte ich mir nicht vorstellen im traditionellen Familienunternehmen zu arbeiten. Der Weinbau gehörte für mich zum Alltag. Mein Vater wollte mir durch die Arbeit im Weinberg schon früh Arbeitsgewohnheiten anerziehen, die ich damals nicht genug zu schätzen wusste. Anstatt die Zeit mit meinen Freunden am Strand zu verbringen, musste ich im Weinberg mithelfen, was mit überhaupt nicht gelegen kam. Erst später, als junger Erwachsener, erkannte ich den wahren Wert und die Schönheit dieser Art von Arbeit.

Die Arbeit im Weinberg ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt, sie verlangt ein hohes Maß von Verzicht ...

Diese Branche ist jedenfalls sehr vielfältig. Es ist notwendig sich mit der Materie zu beschäftigen bzw. mit dem Arbeitsprozess im Weinberg, was 90 Prozent der Arbeit darstellt. Außerdem muss der Wein auch im Keller, während des Lagerns, gepflegt werden und natürlich konzentrieren wir uns auch auf Marketing und Vertrieb. Als ein interessantes Gleichnis möchte ich erwähnen, dass ich mich noch gut erinnere, als ich ein kleiner Junge war, dass mein Opa Izola praktisch nicht verlies, denn das Bedürfnis zu reisen war nie vorhanden. Eine Reise nach Ljubljana oder Triest musste er sorgfältig planen. Unsere heutige Situation ist natürlich ganz anders. Wir exportieren weltweit 40 Prozent von allem, was wir herstellen, d. h. nach Amerika bis Südkorea, Japan, Italien usw. Die Dinge haben sich sehr verändert, aber ich möchte betonen, dass ich es positiv finde, dass im unserem Land Weinbau als Branche exponentiell zusammen mit dem Tourismus wächst, was bedeutet, dass wir in einem sehr ermutigendem Bereich arbeiten.

Wie werden ihre Weine hergestellt? Welche Veränderungen haben die neuen Trends wie Marketing und Social Media mit sich gebracht?

In Bezug darauf, dass wir im ökologischen Weinbau tätig sind, folgen die Techniken, die wir in den Weinbergen und im Keller anwenden, dem Grundsatz des minimalen Eingriffs – d. h., wir versuchen die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten, da wir das Ökosystem und die Harmonie, die in den Weinbergen schon vor uns zu finden waren, respektieren. Gleiches gilt für die Weinpflege im Keller, bei der wir versuchen, den Gärprozess selbst so wenig wie möglich zu stören. Die moderne Technologie erleichtert uns die Arbeit, wozu auch die sozialen Netzwerke viel beitragen. Diese ermöglichen es uns, ständig mit unseren Kunden weltweit zu kommunizieren.

Wo auf der Welt sind Ihre Weine erhältlich und wie werden sie angenommen – als etwas Exotisches oder als Teil des Alltags?

Der erste Exportmarkt ist Amerika, die West- und Ostküste. Unsere Produkte werden dort mit großer Freude sehr euphorisch aufgenommen. Sie sind sich bewusst, dass unser Weine Boutiqueweine sind, was bedeutet, dass unsere Weinserien begrenzt, und unser Produkt mit einigen natürlichen Merkmalen assoziiert werden. Wir leben an einer Küste, die nur 46 km lang ist, und unterschiedliche Unternehmen vorweist. Der einzige exotische Faktor unserer Weine ist es, dass es Boutiqueweine sind. Man ist auch davon begeistert, dass wir ausschließlich einheimische autochthone Sorten wie Malvasier und Refosco anbauen, Sorten, die schon jahrhundertelang die Produkte der natürlichen Selektion sind. Gleichzeitig hat Slowenien in den letzten Jahren aufgrund seiner hervorragenden sportlichen Ergebnisse, sein ökologisches Bewusstsein, seine Sicherheit und seine Gastfreundschaft, die auch einen guten Einfluss auf die Akzeptanz von Produkten slowenischen Ursprungs in der Welt haben, große Bekanntheit erlangt.

Gehen wir zurück auf dem Begriff Boutiqueartigkeit, die auf dem Gebiet des Tourismus zurzeit ein Trend ist. Ist Ihrer Meinung nach Izola eine Boutique-Destination?

Ich denke, dass Izola dazu neigt ein Boutique-Reiseziel zu sein und ich denke, es sollte auch in Zukunft so sein. Vor allem das harmonische Zusammenleben der Einwohner von Izola mit unseren Besuchern sehe ich als einen wichtigen Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist, da er für die Wahrnehmung der Boutiqueartigkeit in den Augen unserer Besucher verantwortlich ist. Izola ist eine kleine Stadt, ein Küstendorf, ein Fischer- und Weinbaustädtchen mit einer jahrtausendealten Tradition, die durch verschiedene, mehr oder weniger positiv, Perioden verlaufen ist und all dies hat unser Zusammenleben heute möglich gemacht. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir authentisch und entspannt bleiben, eine Art Lebensqualität vorweisen, um auf diese Weise die Verbindung zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft widerzuspiegeln.

„Ich freue mich sehr, dass unsere Vision uns nicht in Richtung Gier, sondern in Richtung Respekt für die Boutiqueartigkeit führt.“

Was können Sie uns über die Manzioli Wine Bar erzählen?

Die Manzioli Wine Bar ist Teil einer besonderen Geschichte. Der Name ist der Manziolis Familie, dem Palast und dem Platz auf dem wir seit 13 Jahren leben gewidmet. Unsere Vinothek fungiert als Erweiterung unseres Weinkellers, in dem wir dem Käufer und Besucher dieser Boutique-Destination täglich zur Verfügung stehen. So können wir unsere Weine und das, was wir im Laufe der Jahre geschaffen haben, direkt präsentieren. In den letzten Jahren waren wir auch auf dem Gebiet der Events aktiv, d. h. wir haben zwei große internationale Festivals organisiert, nämlich das Orange-Weinfestival und das Refuscus mundi. Die Manzioli Wine Bar ist ein Treffpunkt für Weinliebhaber und diejenigen, die das Leben in Izola, seine Energie und Architektur und ein Produkt, auf das wir außerordentlich stolz sind, genießen möchten.

Orange-Weinfestival – Wie ist es dazu gekommen und warum sind diese Orangenweine so interessant?

Die ursprüngliche Idee entstand zufällig, und es wurde viel Arbeit, Professionalität und Engagement in sie investiert und daraus hat sich ein sehr wichtiges Projekt entwickelt. Es ist ein internationales Festival mit bedeutenden Akteuren der Weinbau- und Sommelier-Gastronomie Branche, das einmal im Jahr in Izola sowie in Wien stattfindet. Wir haben uns für Wien als Reiseziel entschieden, weil es in der jüngeren Geschichte einer unserer Hauptmärkte war. Ansonsten wurde die Sache vor acht Jahren auf dem Manzioli-Platz in Izola in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Izola, der italienischen Gemeinde und anderen relevanten Akteuren, die diese wunderbare Geschichte zusammengestellt haben, ins Leben gerufen. Die Essenz des Festivals sind natürlich mazerierte Weine, die Weißweine sind und nach dem Rotweinherstellungsverfahren hergestellt werden. Voraussetzung für die Herstellung solcher Weine ist die Vermeidung von Streuseln im Weinberg und im Keller. Die Winzer kommen gerne nach Izola, weil sie sich hier mehr als wohl fühlen.

Zum Schluss noch ein Tipp: Gönnen Sie sich die Geschichte, die Ihnen jeder Wein erzählt ...

Wenn wir eine Wein in unseren Händen halten, können uns das Etikett und andere Faktoren viel erzählen, und die Erzählungen sollten wir respektieren. Hinter jedem auf dem Markt erscheinenden Produkt, das es irgendwie geschafft hat uns zu erreichen, steckt viel Arbeit und Hingabe und wir sollten es zu schätzen wissen. Dies gilt nicht nur für Wein, sondern für alle Boutique-Produkte. Ein Wein erzählt uns viel durch seinen Geschmack und sein Aussehen. Er ist mit Gefühlen, positiven Momenten und Energie verbunden – dies ist auch der Grund, warum wir nach diesem Produkt greifen. Hier produzieren wir Wein, um ein Lächeln auf Gesichter der Menschen zu zaubern und ihnen die Geschichte unserer Orte zuzuflüstern. Um guten Wein zu erkennen, ist es entscheidend, dass wir uns beim Trinken wohl fühlen und vor allem noch am nächsten Tag …

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