Flüstern aus Izola mit Marina und Emilia Mårtensson
Was passiert, wenn schwedische Wurzeln auf ein istrisches Familienerbe treffen? Es entstehen zwei außergewöhnliche Künstlerinnen, zwei ganz unterschiedliche musikalische Wege und eine gemeinsame Verbindung zu Izola.
Die eine ist eine preisgekrönte Jazzsängerin. Die andere ist mit Laibach um die Welt getourt. Aus denselben musikalischen Anfängen haben Emilia und Marina zwei eigenständige internationale Karrieren aufgebaut. Izola bleibt der Ort, an dem sich ihre Wege weiterhin kreuzen – durch Familiengeschichte, Musik und ein gemeinsames Gefühl der Zugehörigkeit.
Marina bezeichnet Emilia als großzügige Mentorin. Emilia nennt Marina ihre Rockstar-Schwester. In der neuen Folge von Flüstern aus Izola sprechen sie über Musik, Familie und die Wege, die sie zurück nach Izola geführt haben – und versuchen zu klären, wer die größere Träumerin ist, wer sturer ist und wer am meisten über den Klatsch in Izola weiß.
Jazz, Geschichten und Raum für andere Stimmen
Emilia Mårtensson ist eine preisgekrönte Vokalistin, Komponistin und Mentorin, deren Musik Jazz, skandinavische Folkmusik, Art-Pop und Improvisation verbindet. Sie ist auf internationalen Bühnen aufgetreten und war Mitglied des mit einem MOBO Award ausgezeichneten Kairos 4tet. 2016 erhielt sie den Parliamentary Jazz Award als Sängerin des Jahres.
Familiengeschichten spielen in ihrem Schaffen eine wichtige Rolle. Ihre Alben Ana und Loredana wurden von zwei Frauen inspiriert, die ihr Leben geprägt haben: ihrer slowenischen Großmutter und ihrer Mutter.
Emilias Verbindung zu Izola brachte auch Beyond Vocals hervor, das internationale Jazz-Retreat, das sie seit zwölf Jahren in Izola veranstaltet. Sängerinnen, Sänger und Musikschaffende aus aller Welt verbringen eine Woche damit, ihre künstlerische Identität zu entwickeln, der eigenen Stimme zu vertrauen und vor lokalem Publikum aufzutreten.
Die Idee entstand aus Emilias eigener Erfahrung, mit 23 Jahren nach Izola zurückzukehren. Hier fand sie den Raum, um zu schreiben, zu singen, zu schwimmen und wieder zu sich selbst zu finden.




