Ein Akt sinnlicher Küche
Platz: Art Cafe Odeon
Organisator: ART KUHA in Zusammenarbeit mit Društvo KVART, CKŠP und der Gemeinde Izola
Zeit: 19:30
Eröffnung eines transmedialen partizipativen Ausstellungsprojekts
Fünf Jahre sind vergangen. Fünf Jahre, in denen das sichtbare, hörbare, schmeckbare, tastbare und sich selbst ausdrückende Potenzial von Körperlichkeit in einem einst beinahe vergessenen öffentlichen Raum einer kleinen Stadt kultiviert wurde. Das lokale Umfeld hat diesen Raum vielleicht nicht immer verstanden, ihn aber dennoch angenommen und gespürt, dass es ihn braucht.
Das Ausstellungsprojekt Ein Akt sinnlicher Küche präsentiert der Öffentlichkeit erstmals umfassender ein über viele Jahre entstandenes fotografisches und fotomontiertes Werk sowie eine kreative Methode, die aus der Sorge um den Raum, die Gemeinschaft und die zwischenmenschlichen Beziehungen hervorgegangen ist. Die Methode entwickelte sich aus der Erforschung des Kochens als verkörperter schöpferischer Handlung und der Nahrung als Mittel der Begegnung, des Erzählens und des Teilens mit anderen.
Nahrung – das tägliche Brot. Grundlegend und ursprünglich, sinnlich und verbindend. Eine existenzielle Notwendigkeit, eine Quelle des Genusses oder eine statusbezogene Perversion; ein Spiegel gesellschaftlicher Ungleichheiten, Hierarchien, Ausbeutung, grausamer Praktiken und Widersprüche, die sich in der heutigen Welt immer weiter verschärfen.
Kann Nahrung jene elementare Substanz sein, durch die sich eine andere Zukunft gestalten und miteinander teilen lässt?
Ein Akt sinnlicher Küche entsteht als Antwort auf das Bedürfnis der Welt nach Aufmerksamkeit, Sinnlichkeit, Solidarität, Kreativität und Verbundenheit. Das Projekt bietet weder eine endgültige Methode noch ein fertiges Rezept, sondern öffnet einen Raum, in dem Kochen zu einem künstlerischen und gemeinschaftlichen Akt wird.
Fünf Jahre des Forschens, Schaffens, Kochens, der Begegnungen und der gemeinschaftlichen Momente. Fünf Jahre sind nur so viele, wie eine Hand Finger hat, und doch reichen sie aus, um zu zeigen, wie sich auch etwas schaffen und erhalten lässt, das dringend notwendig, aber beinahe unmöglich erscheint: ein Raum, der sich seit einem halben Jahrzehnt mit Kreativität und Beharrlichkeit dem schnellen Tempo und der Logik des Marktes widersetzt, die den Menschen und die Menschlichkeit zu bloßen Mitteln degradieren.
Die Ausstellung ist Teil des Projekts Durch den Magen: Sensorisches Kochen für eine solidarische und nachhaltige Gemeinschaft, das vom Verein Humanitas im Rahmen einer strategischen Partnerschaft für globales Lernen mit dem Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Republik Slowenien finanziert wird. Der Inhalt gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht die offizielle Haltung der Regierung der Republik Slowenien oder des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Republik Slowenien dar.
Im Anschluss an die Eröffnung tritt der Triester Choro Club mit Samba-Jazz-Improvisationen auf.
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